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Auftragssituation der WALDBAHN.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft BEG ist im Auftrag des Freistaats Bayern tätig. Sie schreibt Leistungen im Nahverkehr auf der Schiene aus und beauftragt geeignete Anbieter mit der Erbringung von Zugfahrten. Für das Netz der WALDBAHN wurde 1996 die Deutsche Bahn beauftragt. Die Regentalbahn AG Viechtach führt den Betrieb (Personal und Fahrzeuge) im Unterauftrag durch. Da die Beauftragung durch die BEG zeitlich befristet ist, wurden Ende 2009 Oberpfalzbahn und das Waldbahn Netz neu ausgeschrieben. Das sind das die Bahnlinien Plattling – Bayr. Eisenstein – Spicak (72 km), Zwiesel – Bodenmais (15 km) und Zwiesel – Grafenau (32 km). Mit zeitlichem Vorlauf wird der neue (oder ggf. bisherige) Bahnbetreiber durch die BEG so rechtzeitig beauftragt, dass er neue Fahrzeuge und (ggf.) eine neue Werkstätte beschaffen kann.
Mitte 2011 entscheidet sich, wer den Betrieb ab Dezember 2013 durchführt. Für jeden gefahrenen Kilometer wird unabhängig von der Zahl der Fahrgäste eine Pauschale an den Betreiber der Züge, also das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bezahlt. Dieses muss seinerseits eine Pauschale an den Eigentümer und Betreiber der Gleise und Haltestellen für dessen Bereitstellung und Instandhaltung zahlen. Diese Trassen- und Stationsgebühren erlauben dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), die Strecke in sicherem und ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten und Schäden sofort zu beseitigen. Das EVU hingegen finanziert die Beschaffung moderner Züge, den Einsatz von Personal, alle weiteren Betriebskosten sowie die Instandhaltung der Züge. Hierfür muss ggf. eine neue Betriebswerkstätte gebaut werden. Vorhandene Werkstätten, wie die der Regentalbahn in Viechtach, sind aber von Dritten im Rahmen des diskriminierungsfreien Zugangs zu Serviceeinrichtungen (§10 EIBV) nutzbar.
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Die Ausschreibung erweitern.
Derzeit erhält die Regentalbahn AG für ihre Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach nur geringe Einnahmen aus Trassengebühren, da jährlich nur wenige Züge verkehren. Sollte den Zuschlag für den Betrieb der WALDBAHN ab 2013 nicht die Regentalbahn AG erhalten, so droht auch die Stilllegung der Gleise Gotteszell – Viechtach, da die bisherigen Zuführungen von Triebwagen zur Fahrzeugwerkstätte Viechtach entfallen würden. Betriebswirtschaftliche Gründe erlauben die verbleibenden saisonalen Ausflugsfahrten der Wanderbahn im Regental e.V. dann auch nicht mehr, da die Fahrleistungen zu gering für die Aufrechterhaltung der Bahnstrecke sind. Im Pendelbetrieb wäre das 25 km lange Gleis immer nur von einem einzigen Zug zu befahren. Damit muss keine einzige Weiche verstellt werden. Die Signale Gotteszell werden von Zwiesel aus ferngesteuert.
Es geht also nicht um eine Reaktivierung einer stillgelegten Bahnlinie, sondern um die reguläre Erweiterung der Bestellung von WALDBAHN-Zügen auf der uneingeschränkt befahrbaren Strecke Gotteszell - Viechtach. So wie schon im Mai 2006 ins tschechische Spicak. Bisher liegen im Landkreis Regen Gemeinden und Städte mit insgesamt 34.700 Bewohnern entlang der WALDBAHN-Gleise. Für die Bahn von Gotteszell nach Viechtach kommen weitere 17.600 Bürger hinzu. Dabei zeigt diese Strecke umgerechnet auf den laufenden Bahnkilometer die höchste Erschließungsquote. In Zukunft würden zwei Drittel aller Bürger im Landkreis in einer Gemeinde wohnen, die Bahnanschluss besitzt. Ein Standortvorteil, über den nicht viele Landkreise verfügen. Ein Beleg für die ökologische und nachhaltige Umweltpolitik der Region Bayerischer Wald. Ohne Auto mobil zu sein ist auch eine Antwort darauf, wie die immer größer werdende Abwanderung gestoppt werden kann.
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